Vereinsgeschichte

Die Gründerjahre

1. Herren Fußballmannschaft um 1925

Als eine handvoll junger Männer unter der Führung von Johannes Vincke im Mai des Jahres 1920 den Sportverein DJK Born gründeten, geschah dieses aus reiner Freude am Fußballspiel. Die Idee des Sportes wurde auch von der katholischen Kirche erkannt, und sie förderte und unterstützte diesen neuen Verein tatkräftig. Der Verein trat dem DJK Verband bei. Als erster geistlicher Beirat hat sich Kaplan Krüssel von der Kreuzgemeinde besonders verdient gemacht. Auf den Wiesen der Schinkeler Bauern wurde in abwechselnder Folge gespielt. Die Tore be- standen aus Pfosten und Querlatte ohne Netz, welche nach jedem Spiel wieder abgebaut werden mußten. Im Jahre 1925 wurde unter der Leitung von Heinrich Köster der DJK Blau Weiß Schinkel gegründet. Bald vereinigte sich der DJK Born mit dem neuen Verein. Bis dahin wurde nur der Fußballsport betrieben. Unter der Leitung von Karl Rahe kamen nun eine Turn- und eine Leichtathletikabteilung hinzu. Noch im Herbst 1925 wurde von August Daume der Spielmannszug ins Leben gerufen. Da Kaplan Krüssel von der Kreuzgemeinde versetzt wurde, stellte sich Kaplan Schulte als neuer geistlicher Beirat zur Verfügung. Eine große Unterstützung erhielt der Verein durch die Klöckner-Werke, die uns 1925 den Sportplatz Schützenhof für unseren Spiel-betrieb zur Verfügung stellten. Allein diesem großzügigen Entgegenkommen ist es zu ver- danken, daß der DJK Blau Weiß Schinkel einen gewaltigen Aufschwung nahm.

Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg

Als alles in Schutt und Asche lag, dachte keine unserer alten Mitglieder mehr an Sport und Spiel. Erst spät be- sannen sich einige beherzte Männer und Frauen, um unseren Verein wieder ins Leben zu rufen. Jahre dauerte es, bis es am 11. Mai 1959 unter besonderem Verdienst des Kaplan Pietrek zur Wiedergründung des Vereins kam. Bis zur ersten Hauptversammlung, die einen Monat später abgehalten wurde, führte August Simon den Verein. Zum ersten Vorsitzenden wurde Alfred Ensmann gewählt. Schon nach sieben Monaten unter seiner Führung zählte der Verein 317 Mitglieder, die in den Abteilungen Fußball, Handball (Damen und Herren), Tischtennis, Basketball und Gymnastik im Geiste des Turnvaters Jahn ihren Sport betrieben. Mit der Wiedergründung stellte uns der Landwirt Josef Vincke ein Gelände am Gretescher Weg zur Verfügung. Vincke PlatzHier wurde unter großer Mithilfe der Mitglieder ein Sportplatz gebaut. Als Dank wurde diesem Platz der Name „Vincke-Platz“ gegeben. Im Jahre 1961 wurde Hans Langen zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt führte es zum Wohle aller bis 1965. Sofort nach seiner Wahl gründete er auf Wunsch vieler Mitglieder die Schwimm-abteilung. Die 1. Fußballmann-schaft erhielt durch Neuzugänge neue Impulse und wurde 1962 Stadtmeister der 2. Kreisklasse. Das entscheidende Spiel gegen Spielverein 16 wurde mit 3 : 1 ge- wonnen und somit der Aufstieg in die 1. Kreisklasse erreicht. Im Jahre 1965 bekleidete Hans Hotmer das Amt des 1. Vorsitz- enden.

Vor dieser Zeit war er schon als Sportwart zum Wohle des Vereins tätig. Besonders ihm und dem Geschäftsführer Willi Rahe, dem Kassenwart Josef Karch sowie dem Vereinsmitglied Architekt Erich Kisker verdanken wir die Sportanlage am Gretescher Weg, da die alte Anlage der neuen Umgehungsstraße weichen mußte. Dank dieses neuen Sportplatzes und allen seinen Mitgliedern konnte die Mitgliederzahl auf 700 gesteigert werden.

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Frischer Wind

Bild Neuwahlen des Vorstandes

1973 trat Hans Hotmer ab. Mit Fritz Boßmeyer wurde ein blutjunger Mann an die Spitze des Vereins gewählt. Aber auch seine Mannschaft war sehr jung. Kassenwart Wilfried Freier war gerade 23 Jahre alt.Für den Vorstand stand eines fest: Der Verein mußte nicht nur zwei schöne Sportplätze zur Verfügung haben, nein, er mußte dringend Umkleidemöglichkeiten schaffen. Bereits 1976 konnte der 1. Bauabschnitt mit drei Umkleideräumen in Betrieb genommen werden. Eine Tennisabteilung wurde gegründet und zwei Tennisplätze gebaut. Die Abteilung ist mittlerweile die drittgrößte des Vereins. Im Herbst 1978 wurde das Sportzentrum Blau-Weiß Schinkel eingeweiht; Tennishalle, fünf Tennisplätze, 3 Fußballrasenplätze, eine Gaststätte gehören zu dem weit über die Grenzen Osnabrücks hinaus bekannten Sportzentrum.Aber auch sportlich ging es in vielen Abteilungen bergauf. Die Handball A-Jugend wurde Vizeniedersachsenmeister, die 1. Handballmannschaft spielte in der Bezirksliga.

Erfolge in den 70er Jahren

  • Aufstieg der I. Mannschaft in die Bezirksklasse
  • A- und B-Jugendbezirksmeister
  • B-Jugend von 1980 unter Trainer Ralf Pöppelmann und Käpitän Detlef Wasilewski (Dato) wurde Vize-Niedersachsenmeister
  • die A-Jugend 1979 im Endspiel um die niedersächsische Pokalmeisterschaft und Aufstieg in die höchste niedersächsische Spielklasse, in der so bekannte Vereine wie Eintracht Braunschweig, Hannover 96, Arminia Hannover, der VFL Wolfsburg oder der VFB Oldenburg spielten
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Die achtziger Jahre

Bild 1. Herrenfußballmannschaft um 1980

Nach dem endgültigen Ausbau der Sportanlage am Gretescher Weg begann in den achtziger Jahren die Phase der sportlichen Erfolge. Der größte sportliche Erfolg war der Aufstieg der I.-Herren-Fußballmannschaft unter dem erfolgreichsten Trainer in der Vereinsgeschichte Hartmut Wigge, von der Kreisliga bis in die Landesliga. Auch die Fußballjugend feierte einen Erfolg nach dem anderen. Die achtziger Jahre waren auch geleitet von der finanziellen Konsolidierung. Ein strikter Sparkurs hatte Erfolg, so konnte die durch den Bau der Sportanlagen erfolgte hohe Verschuldung in zehn Jahren fast halbiert werden. Sportlich konnte sich die I.Herrenfußballmannschaft auch ohne daß Geld die Leistung bestimmte – 5 Jahre in der Landesliga halten. Mit dem Abschied von Trainer Hartmut Wigge nach fast 11 Jahren und dem Weggang wichtiger Leistungsträger in den bezahlten Amateurfußball begann der Niedergang. Der Abstieg bis in die Bezirksklasse war nicht aufzuhalten. Auch der Wandel der Gesellschaft wirkte sich aus, andere Sportarten wie Tennis, Volleyball und Freizeitsport liefen dem Fußball den Rang ab. Seit nunmehr 30 Jahren leitet Fritz Boßmeyer als 1. Vorsitzender den Verein. Im Jubiläumsjahr betrieben 1300 Mitglieder Sport in den Abteilungen Badminton, Fitness, Fußball, Handball (HSG Ost), Gymnastik, Tanzen, Turnen, Seniorensport, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Volleyball und Wandern.

Die neunziger Jahre

Die 1. Herren hatte sich in den neunziger Jahren in der Bezirksklasse etabliert.

In der Jugendabteilung lag das Bestreben darauf, durch Integration verschiedene Kulturen zusammen zu führen.

In 1998 haben wir auf unserer Sportanlage 2 Beachvolleyballplätze errichtet.

In 1993 verursachte ein Brandschaden an unserem Umkleidetrakt und dem Tennisclubraum einen großen Schaden. Durch die erheblichen Kosten des Wiederaufbaues war die Finanzlage des Vereins auf Jahre sehr angespannt.

Aufgrund der mangelnden Mitgliederzahlen in der Handballabteilung wurde diese aufgelöst und ging in die HSG Ost über.

Die zweitausender Jahre

Die 1. Herren ruschte aufgrund des fehlenden Nachwuches in die 2. Kreisklasse ab. Der Erfolg –Aufstieg in die 1 Kreisliga- war 2 Jugendmannschaften zu verdanken, die komplett durch alle Jahrgänge bis hin den Herrenbereich zusammengeblieben waren. In 2016 und 2017 belegten diese Mannschaft einen Spitzenplatz in der 1. Kreisliga und verfehlt nur knapp den Aufstieg.

Da die Mitgliederzahlen im der Tischtennisabteilung dramatisch zurückgegangen waren, mußte notgedrungen das Sportangebot eingestellt werden.

Durch die für den Wiederaufbau des Umkleidetraktes und des Tennisclubraumes entstandenen Kosten (Brandschaden), war der finanzielle Rahmen für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes sehr eng gesetzt.

In 1998 hat sich der Vorstand entschlossen, die Vereinsgaststätte nebst Wohnung zu verkaufen. Hierdurch war der Verein schuldenfrei und konnte einige längst fällige Investitionen tätigen, Tennisplätze wurden generalüberholt, Rasenmäher wurde neu angeschafft und vieles mehr.

Ein großes Problem bleibt aber weiterhin, das kaum noch Nachrücker für das Ehrenamt gefunden werden können. Hier wird künftig das Hauptproblem sein.

Fritz Boßmeyer ist seit nunmehr 45 Jahre Präsident des Vereins.

In 2020 feiert der Sportverein Blau Weiss Schinkel e.V. sein 100 jähriges Bestehen.

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